Häuptling Abendwind

Operette

von Jacques Offenbach

Libretto: Stephan Benson

Regie: Rüdiger Burbach

Ausstattung: Anja Furthmann

Musikalische Leitung: Thomas Barthel

Choreografie: Meret Hottinger

mit  Alina Adamski, Katharina von Bock, Fabienne Hadorn,

Katharina Peetz, Boguslaw Bidzinski, Stefan Lahr

Instrumental-Ensemble des Opernhauses Zürich

Opernhaus Zürich | Theater Kanton Zürich, 2017

»Ein grosser Spaß.«

Tagesanzeiger, Zürich

»Die Mischung der Genres gelingt toll und unerwartet. Der Umgang mit der Musik ist dabei erfreulich undogmatsich und ironisch.«

Neue Zürcher Zeitung

»[Die] Bearbeitung trifft überhaupt sehr schön Stimmung und Charakter der Offenbachiade.«

Der Landbote, Winterthur

Weit, weit weg von uns, auf einer einsamen Insel in Ozeanien...
Jim McLair, Naturforscher, einem breiten Publikum durch seine Fernsehsendung Terra Incognita bekannt, hat sich in die Südsee begeben, um die Sitten der letzten dort angeblich lebenden Kannibalen zu erforschen – und dem sensationsliebenden Fernsehpublikum näher zu bringen. Jim McLair weiss: Die neue Folge muss ein Knaller werden. Denn wenn sie nicht die geforderten Einschaltquoten hat, bedeutet es das »Aus« für Jim McLair und seine Sendung. Doch er ist guter Dinge: Die einsame Insel mit den angeblich dort hausenden letzten Kannibalen scheint einiges an Sensationspotential zu bergen.
Auf der Insel erwartet unterdessen die Häuptlingin Abendwind, Oberhaupt eines als Matriarchat organisierten Stammes, ihre Erzfeindin, Häuptlingin Biberhuhn, zu einem Versöhnungsmahl. Angesichts der Tatsache, dass die beiden Häuptlinginnen vor einiger Zeit den Mann der jeweils anderen verspeist haben, dürfte das jedoch nicht so ganz einfach werden. Erst recht, weil eine Versöhnung ohne ein üppiges Versöhnungsmahl doppelt schwierig scheint. Menschenfleisch hat es allerdings schon seit geraumer Zeit keines mehr gegeben, und der Hunger von Abendwind und ihrem Stamm ist gross. Da kommt ein unerwartet von einem Sturm an Land geschwemmter Fremdling gerade recht! Dumm nur, dass Atala, Abendwinds Tochter, sich Hals über Kopf in diesen attraktiven jungen Mann verliebt – aber nicht nur das: Nach dem gemeinsamen Festmahl und einer ersten Annäherung der beiden verfeindeten Häuptlinginnen scheint sich herauszustellen, dass es ausgerechnet der nach langer Abwesenheit sehnlichst zurückerwartete Sohn Biberhuhns war, der soeben gemeinsam verspeist wurde...